So schwarzes Theater sehen wir in München selten, und auch wenn es mit „getragener Musik“ beginnt, wird es durchaus witzig … und Greisendampf könnte Kult werden.

Das Wirtshaus im Schlachthof hat ja schon viel erlebt – und wir in ihm, aber nun geht es – in diesem Stück – dem Ende entgegen, denn die Jahre ziehen …

und auch wenn wir meinen, gemütlich am See beim Enten füttern zu sitzen …

Greisendampf im Schlachthof München, Monika Manz

Greisendampf im Schlachthof München, Monika Manz

Danach sitzt man sicher an manchem Seeufer und schaut nach dem Schlot …

 Greisendampf (Uraufführung)

Vor dem Krematorium lustig sein: Monika Manz und Wilfried Hübner, Foto: www.marcfoto.de

Vor dem Krematorium lustig sein: Monika Manz und Winfried Hübner, Foto: www.marcfoto.de

Tief schwarze Komödie von Bernd Späth

Die erste Theater-Uraufführung im Wirtshaus Schlachthof, München!

mit: Winfried Hübner; Monika Manz; Johannes Schön; Lois Seidl
Regie: Georg Büttel; Regieassistenz: Pia Kolb; Bühne: Thomas Bruner; Kostüme: Pe Hebeisen, Maske: Katinka Wischnewski
Schlachthof München, 3. bis 15. April und 29. Mai bis 3. Juni 2017, jeweils 20 Uhr

In bester bayerischer Querdenker-Tradition steht Erfolgsautor Bernd Späth mit seiner neuen, tief schwarzen Komödie „Greisendampf“.

Unter der Regie von Georg Büttel spielen Winfried Hübner („Komödienstadl“ & „München 7“), Monika Manz („Dampfnudelblues“ & „Lindenstraße“), Lois Seidl („Der Saisongockel“ & „Soko Kitzbühel“) und Johannes Schön („Cyrano“ & „Soko 5113“). Schwelgerisch schräg wird der Zuschauer hinabgeführt in die Untiefen des Krematoriumbetriebs, wo es offensichtlich lebendiger zugeht als allgemein vermutet.

Auf einer Bank am See, direkt vorm Krematorium, begegnen sich die greise Rosa Buongiorno und der nicht weniger vom Leben gezeichnete Höflmeier Anderl, beide verarmt, schwer krank und einsam.

Rosa erkennt ihre Chance auf eine zweite Rente, die ihr das Dasein etwas erleichtern könnte, und macht sich zielstrebig an den arglosen Anderl heran, ehemals Hilfsarbeiter im Krematorium. Während vom Kirchturm die tagesaktuellen Aktienkurse blinken, propagiert eine Laufschrift am Krematorium die preisgünstigen Sommerrabatte und gestaffelten Familientarife. Anderl erzählt aus seinem verrauchten Leben, Rosa heuchelt Anteilnahme.

Der Wurschtverkäufer, ein gescheiterter Vegetarier, hält vergeblich Ausschau nach Kunden, und ein absurd fetter Radler fällt auf der Suche nach dem See ständig von der Bühne. Ein Flugkapitän sucht sein entflogenes Flugzeug, und ein rosa gekleideter Hasenmann terrorisiert den Wurschtverkäufer mit Salatbomben. Irrsinn allerorten, während Rosa und Anderl eine gemeinsame Zukunft planen, die sie längst nicht mehr haben.

Doch die Abgründe der Vergangenheit holen das greise Möchtegern-Paar ein. Da mögen die Enterln noch so laut quaken, bevor sie von Rosa vergiftet werden, – Der Kleinknecht Fuzzy und der Irlinger Xare, Anderls langjährige Kumpane aus dem Krematorium, bekommen viel Arbeit. Denn für eine Maß machen sie alles.

Autor Bernd Späth wurde einem Millionenpublikum bekannt durch seinen Bestseller „Seitenstechen“, eine Satire auf einen schwangeren Mann, die mit Mike Krüger, Susanne Uhlen und Thomas Gottschalk verfilmt wurde. Auch sein autobiographischer Nachkriegsroman „Trümmerkind“ (Lübbe) war ein großer Kritikererfolg.

Seine schwarze Komödie „Die Hinrichtung“ (über 300 Vorstellungen) war mit 2 Jahren Spielzeit die erfolgreichste Inszenierung am Landestheater Vorarlberg, Bregenz. Auch im Münchener Blutenburg-Theater feierte sie 52 ausverkaufte Vorstellungen. „Greisendampf“ ist Bernd Späths fünftes Theaterstück, weitere sind in Vorbereitung.

Karten für 29. Mai bis 3. Juni 2017 finden Sie HIER!

Medien-Tipp: 4. April 2017 von 10 Uhr bis 12 Uhr! Hauptdarsteller Winfried Hübner und Autor/Produzent Bernd Späth in der Hörfunk-Sendung „Habe die Ehre“ auf BR Heimat.

Karten: www.im-schlachthof.de/spielplan-details/items/.2221.html

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