Rüstung tötet immer, auch ohne Krieg. Meine schon Dorothee Sölle. Lange her …

Dorothee Sölle: Rüstung tötet auch ohne Krieg.

Jetzt sollen wir unser Mitleid wieder anständig teilen, mit den ukrainischen Geflüchteten und Helden. Der Staatsfunk empfiehlt es angemessen, unsere Politiker*innen sprechen es uns vor.

Dabei könnten wir so stolz sein, auf unsere Waffenindustrie, unseren Wohlstand, unsere Autobahnen, die Müllhalden, die bald mehr Rohstoffe enthalten, als die Reste der Welt.

Eigentlich ist der Krieg unsere größte Leistung, wie die Schlangen bei Urlaubsanfang an den Flughäfen, die stille Korruption in den obersten Ebenen, die militärischen Absprachen und die Informationspolitik der Nato in unseren Medien: Zig-Tausende Journalist*innen produzieren, was wir hören und sehen sollen, damit wir auch die Explosion des Militärhaushaltes schlucken.

Präzisionsgeschosse sind so wissenschaftlich wie die Erforschung des schwarzen Loch, aber der alte Schrott muss auch noch weg-benutzt werden, und die jungen Soldaten-Feinde (im Osten sind es vor allem noch Männer) und die pro-westlichen Held*innen merken allmählich, dass sie das Kanonenfutter sind. Eine gute Möglichkeit, sich aktuell in die seltsame Stimmung vor August 1914 und die Mobilmachung gegen Frankreich, den Einfall nach dem „Schlieffen-Plan“ von 1907 bis zur Frage der Kriegsschuld 1960! in der Fischer-Kontroverse

Franz Marc vom Blauen Reiter fiel in Frankreich, Ernst Toller kehrte mit Schrecken zurück, den er in Worte und Theaterstücke fassen konnte, mit Masse Mensch und Hinkemann war er in den 1920er Jahren noch einer der bekanntesten Schriftsteller zu seiner Jugend in Deutschland.

Nein, die Kontroverse um Joschka Fischer ist noch nicht in die Diskussion geraten, Genscher hatte schließlich mit der Anerkennung (unseres alten verbündeten Kommunisten-Feindes) Kroatiens begonnen … und die Beschießung Belgrads, die Bomben auf Sarajewo … zu lange her?

Auch Annalena Albright wird noch ein paar Jahre weiter machen …