10 Millionen Kinder – Erika Mann zur Nazi-Erziehung

Ausstellung in der Monacensia, zu sehen bis 30.6.2020

im Netz verknüpft mit dem hashtag #ErikaMann

und einer Reihe von Veranstaltungen: …monacensia-2016/ausstellungen/veranstaltung-tag/erika-mann-kabarettistin-kriegsreporterin-politische-rednerin/

Montag, 11.11. gibt es ab 19:00 einen Bloggerwalk zu #ErikaMann, am Sonntag, 20.11 um 11:00 „Warum sind wir so kalt?“ Die Pfeffermühle

Erika Manns Buch: School for Barbarians

in England und den USA erschienen, in deutsch:

Zehn Millionen Kinder- Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich

gibt einen Einblick in das Leben der deutschen Familien und das Schulsystem der Nazis, den Zwiespalt zwischen Behauptungen und Realität als Verunsicherung hinterlassend. rororo22169

Zwischen ihrer Flucht 1933 in die Schweiz und 1937 stellt sie die Quellen der behaupteten „Reformen“ den Wirklichkeiten des alltäglichen Lebens gegenüber, bringt Berichte „aus dem Reich“ und internationale Berichte, die damit dem Ausland zur Verfügung waren.

Was mir noch fehlt, ist die Rolle der Verfemten:

Erika und ihr Bruder Klaus hatten in jenen Jahren nicht nur Theater und Schauspiel-Erfahungen und politisches Engagement, sie hatten auch „moderne“ Beziehungen, die den Nazis und Spießern nicht gefallen konnten.

Bis heute schweigt mancher (Golo) Mann dazu, und natürlich auch anständige Ausstellungs-Machende, denn bisexuelle Beziehungen und schwule Orientierung sind doch Privatsache? Die Ehen mit offen lebenden Schwulen gaben britische Pässe zur Flucht der später Ausgebürgerten …

Das Buch „Mephisto“ von Klaus Mann wurde auf Antrag eines Gründgens-Erben immerhin bis 1968 verboten …

Vielleicht machen wir mal im Herbst / Winter einen Besuch von Forum Homosexualität und Geschichte und Bisexuellem Stammtisch? Nach dem Fest zu 20 Jahren Forum und den Queeren Filmtagen

Die Antifa der damaligen Zeit erinnern

Aus der Kabarett-Geschichte der Pfeffermühle mit dem Song des Lügenprinzen sind wir sofort in der heutigen Zeit,

und mit der 1933 gegen den Stürmer u.a. gewonnene Beleidigungsklage gegen die Friedensfrauen beim Kongress in München auch für heutige Gerichte vorbildlich ….

Die ganze Familie Mann …

hat natürlich nur bedingt in den Briefen und Tagebüchern zu den Beziehungen und Lebensarten geschrieben, aber in den Erzählungen und Romanen durchaus klar Stellung genommen. Auch in ihren zeitgenössischen Einschätzungen waren für les-bi-schwule Beziehungen vorsichtige Umschreibungen üblich, nur in den Beleidigungs-Prozessen scheinen die gehässigen Bezeichnungen durch.

Erika Mann. Kabarettistin – Kriegsreporterin – politische Rednerin

monacensia-digital.de/monac/nav/classification/13399

 

Eine streitbare Frau

sueddeutsche.de/muenchen/erika-mann-ausstellung

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