Gegensprechanlage 9.10.

Super Friede Liebe Love

Till Cösters Dokumentarfilm „Super Friede Liebe Love“, in dem er sich intensiv und auf sensible Weise mit Menschen beschäftigt, die von der Gesellschaft aussortiert wurden. Über zwei Jahre hinweg begleitete er die Bewohner des katholischen Männerfürsorgeheims „Haus in der Kyreinstraße“ in München.

Jahrelang, teils jahrzehntelang, lebten die meisten Bewohner auf der Straße, bis sie hier ein Zimmer fanden: Ex-Junkies, Trinker, psychisch Kranke. Cöster’s Film zeigt nicht zuletzt auch, dass diese Menschen sich nicht so leicht einordnen lassen. Er porträtiert die Männer als Individuen, die nun gemeinsam versuchen, ins Leben zurückzufinden. Dabei erstarrt der angenehm ruhige Film nie in Betroffenheitspathos. Cöster gelingt der Balanceakt, skurrile Momente in dieser ungewöhnlichen „Männer-WG“ zu zeigen, ohne den Ernst der Schicksale zu trivialisieren. [filmportal]
„Super Friede Liebe Love“ berührt in einer langsamen Erzählweise, die Geduld und Emphatie der zwitschernden twitter-Jugend auf die Probe stellen wird. [dah]

Zu sehen in bundesweit ausgewählten Programmkinos: Spielplan
Genossenschaftlicher Verleih ohne Mindestumsatz: Drop-Out Cinema

Bild: Franz Kastner, Ulrike Tortora, Dimitri Aschwanden, Ton: Wolf-Maximilian Liebich, Andreas Pils, Simon Spitzer Produktion & Redaktion: Burkhard Althoff, Florian Brüning, Lucia Haslauer, Thomas Herberth Konzept & Regie: Till Cöster

gegensprechanlage 13.11.

https://igel-muc.de/audio/20190801-tiefrot-und-radikal-bunt.pngTiefrot und radikal bunt || Julia Fritzsche: Für eine neue linke Erzählung – Nautilus Flugschrift
Lesung im store galore [2nd Anniversary]

Mitschnitt bei igel-muc.de

Speichern: [mp3 – 60.2 MB] — Medien: Audiocast – UID: 20190801 München, (IGEL | Edition Nautilus)

„Eigentlich liegt der Beschiss offen zutage: Während der vergangenen zwanzig Jahre wurde Hartz IV erfunden, die Gesundheitsversorgung zusammengestrichen, die Altersvorsorge privatisiert und der Pflegenotstand verstetigt. Dazu dann das Mantra, unablässig wiederholt: Die Heimat ist bedroht, Flüchtlinge raus, Grenzen dicht, wenn die Fremden nicht wären, ginge es allen besser.

Wie leicht selbst Gutsituierte Gefühle von Bedrängung und drohendem Statusverlust – ob begründet oder beschworen – auf Schwächere umleiten, ist immer wieder erstaunlich. In der Fantasie eines homogenen Volks werden die Gegensätze zwischen Herrschenden und Beherrschten übertüncht. Und es werden Gruppen definiert, die man verachten darf.“ – Auszug aus der Rezension von Benjamin Moldenhauer auf SPIEGEL.ONLINE [24. März 2019].

Julia Fritzsche ist Trägerin des Sozialpreises 2016 und zusammen mit Sebastian Dörfler Trägerin des Pechmannpreises 2018 und des zweiten Otto-Brenner-Preises 2018 (Videos der Preisverleihungen und Interviews).

Die sommerlich-urbane Einladung zu Julia Fritzsches Lesung hat der IGEL schließlich sogar bei freier Kost & Logis angenommen. Danke dafür. Der einstündige Audio-Mitschnitt mit Auszügen aus ihrem Buch ist hier auch zum download frei erhältlich (mp3, 60 MB) || [über die grenze]: to force the debate.

11.12. Gegensprechanlage mit Jürgen Jung

zur palästinensisch-jüdischen Dialog-Gruppe

Radio-Gespräche zu München und Bayern

Gegensprechanlage- eine Radiosendung, wie sie von Bert Brecht erträumt war: Radio zum Mitreden auf Radio LoRa München UKW 92,4 – im Netz auf www.lora924.de jeden Mittwoch live ab 21 h,

meistens am 2. Mi im Monat mit Fritz Letsch ansonsten mit den KollegInnen, Wiederholung in DAB+ und im Internet

Treffen zur Sendung um 20.30 Uhr bei Radio Lora in der Schwanthalerstr. 81 Anrufen während der Sendung und mitreden: 089 – 489 523 05

Monatliche Erinnerungs-und Programm-Mail bestellen bei fritz @ fairmuenchen.de … und danach begleitet euch am 2. Mittwoch im Monat bis 24h www.lunaland.org mit Aktuellem zur Musik in den besten münchner Läden …

außer, du hörst auf DAB+ oder im Internet die Wiederholung der Sendung, am Donnerstag wahrscheinlich um 6h morgens oder 15h nachmittags …

8. Jan Florian Kirner: „Leichter als Luft“, Westend Verlag 2019

„Es schien aussichtslos. Ein Straßenzug nach dem anderen ging an die Invasoren verloren. Graffitis wurden übermalt, Schmutz, Berber, und nächtliche Biertrinker von den Straßen gefegt. Und das Schlimmste war: Der Beat erstarb, der elektronische Herzschlag dieser Stadt wurde erdrosselt – von spülmaschinenfesten Mutterhänden…notfalls wurden diese Mutterhände zur Polizeifaust“, 

Du darfst mich gern verfolgen ...