Wer ist „Sant’Egidio“?

wikipedia.org/wiki/Gemeinschaft_Sant%E2%80%99Egidio
“ Ihr bedeutendster diplomatischer Erfolg ist die Vermittlung des Friedensvertrags für Mosambik am 4. Oktober 1992, dem Allgemeinen Friedensabkommen von Rom, das einen sechzehnjährigen Bürgerkrieg beendete; hier arbeitete sie mit der UN und zahlreichen Staaten zusammen.“

Beispiele für „Offene Städte“ während und am Ende des Zweiten Weltkriegs, darunter Rom, Paris, Athen, Göttingen, Innsbruck, Flensburg:
https://de.wikipedia.org/wiki/Offene_Stadt

Statt „Offene Stadt“ verwendeten in Deutschland viele Bürgermeister den Titel einer „Lazarettstadt“, um in den letzten Kriegstagen unnötige Angriffe und Häuserkämpfe verhindern zu können. Die gesamte Bevölkerung war – angesichts des offensichtlichen Kräfteverhältnisses – für eine kampflose Übergabe sehr dankbar! Es gab nur ganz wenige „Irrsinnige“.
(Man kann gut recherchieren, wie das jeweils lokal verlief.)

Wer profitiert davon, den Krieg in der Ukraine mit Waffenlieferungen unnötig in die Länge zu ziehen und das menschliche Leid unermeßlich zu steigern?
Für Verhandlungen steht immer noch genau dasselbe im Raum wie vor dem Krieg: Neutralität der Ukraine, etwa nach dem Beispiel Österreichs, Autonomiestatus von Donezk und Luhansk, etwa wie in Südtirol, erneute Abstimmung auf der Krim unter Kontrolle der UNO. Stabil ist immer nur eine gerechte Lösung. santegidio.org/pageID/30284/langID/de/itemID/46781/Andrea-Riccardi-Gemeinschaft-Sant-Egidio-Appell-f%C3%BCr-einen-Waffenstillstand-damit-Kiew-zur-offenen-Stadt-erkl%C3%A4rt-wird.html

Mit ganz herzlichem Dank an Luise für die toll recherchierten Weiterleitungen!

Andrea Riccardi, Gemeinschaft Sant’Egidio: 25 Februar 2022

Appell für einen Waffenstillstand, damit Kiew zur „offenen Stadt“ erklärt wird

In diesen dramatischen Stunden für die ukrainische Hauptstadt machen Andrea Riccardi und die Gemeinschaft Sant’Egidio mit dem folgenden Manifest, das von allen unterzeichnet werden kann, den Vorschlag, einen sofortigen Waffenstillstand zu erreichen und Kiew dringend zu einer „offenen Stadt“ zu erklären:

Appell zur Rettung Kiews

Kiew, eine europäische Hauptstadt mit drei Millionen Einwohnern, ist heute ein Schlachtfeld.

Die wehrlose Zivilbevölkerung lebt in einem Zustand der Gefahr und des Terrors, während sie in unterirdischen Bunkern Schutz sucht. Die Schwächsten, von älteren Menschen bis hin zu Kindern und Obdachlosen, sind noch mehr gefährdet. Es gibt bereits die ersten zivilen Opfer.

Kiew ist eine Stadt mit einem bedeutenden kulturellen Erbe. Man kann sich die europäische Kultur, die Geschichte Europas, nicht ohne Kiew vorstellen, so wie man sich die russische Kultur, die Geschichte Russlands, nicht ohne Kiew vorstellen kann. Die Stadt beherbergt neben vielen anderen Denkmälern auch Stätten, die zum Weltkulturerbe erklärt wurden.

Kiew ist ein Wallfahrtsort für viele Christen, vor allem für orthodoxe Christen in aller Welt. Die Glaubensgeschichte der ukrainischen, weißrussischen und russischen Völker begann in Kiew. Das ukrainische und russische Mönchtum entstand in Kiew. Das große Höhlenkloster Lavra auf dem Hügel über dem großen Fluss Dnjepr ist ein tausendjähriger heiliger Ort der Wallfahrt und des Gebets. Kiew ist eine wertvolle Stadt für die gesamte christliche Welt.

Das Schicksal Kiews lässt diejenigen nicht gleichgültig, die in Ost und West mit Leidenschaft und Engagement auf die Stadt und ihre Menschen blicken
. Nach Sarajewo, nach Aleppo dürfen wir nicht noch einmal die Belagerung einer Großstadt erleben. Die Menschen in Kiew wünschen sich einen Ruck der Menschlichkeit. Ihr kulturelles Erbe darf nicht dem Risiko der Zerstörung ausgesetzt werden. Die Heiligkeit Kiews für die christliche Welt verlangt Respekt.

Wir bitten diejenigen, die darüber entscheiden können, in Kiew keine Waffen einzusetzen, einen Waffenstillstand für die Stadt auszurufen, Kiew zu einer „offenen Stadt“ zu erklären, ihre Bewohner nicht Opfer von Waffengewalt werden zu lassen und eine Stadt, auf die heute die ganze Menschheit schaut, nicht zu zerstören.
Möge diese Entscheidung mit der Wiederaufnahme der Verhandlungen zur Erreichung des Friedens in der Ukraine einhergehen.

Andrea Riccardi – Gemeinschaft Sant’Egidio


nachdem sich die Orthodoxie ähnlich unseren Nato-Gläubigen und Waffen-Lieferanten, für den Krieg ausgesprochen hatte, finde ich den Appell mutig: Die Militaristen werden ihn nicht befürworten, sondern heldenhaft ihr Revier verteidigen wollen:

Worüber nicht gesprochen wird, wenn „Krieg“ ist

sind all die Themen, an denen wir beteiligt waren: Aufrüstung, Militarismus, Rechthaberei, und etliche wollen noch mehr Geschäfte machen dabei, und wir lernen nur grade über russische Oligarchen, statt über unsere eigenen zu reden, die wir mit unserem Konsum reich machen. Ist das alles Demokratie?

Scholz will das 2-Prozent-#NATO Ziel erfüllen und 100 Milliarden oben drauf in die investieren. Dieser aufrüstungspolitische Irrsinn wird Renten senken, Armut in diesem Land mehren und es wird Geld für die #Energiewende fehlen. Einfach Wahnsinn und unnötig.

Unsere Konsum- und Rüstungs-Oligarchen werden doch auch Steuern zahlen, oder nicht? Cum-Ex ist doch auch schon geklärt, oder nicht? Die fehlenden Unterhosen bei 50 Mrd. sind doch peinlich, oder nicht? Tag des Reichstagsbrandes … 27.2.1933 #Reichstagsbrand: Als Tatverdächtige trotz fehlender Beweise Marinus van der Lubbe & andere junge Kommunisten verhaftet.

krautreporter.de/1657-der-syrien-krieg-verstandlich-erklart