Jura Soyfer zuliebe…

Chorkonzert und Lesung

Der österreichische Dichter und Satiriker Jura Soyfer, geb. am 8.12.1912, wurde 1938 zuerst ins KZ Dachau verschleppt, wo er das „Dachau-Lied“ schrieb. Ein paar Monate später kam er ins KZ Buchenwald, wo er im Februar 1939 entkräftet an Typhus starb. Ihm und seinen wunderbaren Texten, einige von unserem Chorleiter Ferdinand Silhanek vertont, widmen wir vom Quergesang einen ganzen Abend:

Donnerstag 8.12.16 um 19.30 im Kulturzentrum 2411 Blodigstraße 4
im 3. Stock (Lift) direkt an der U2-Station Hasenbergl, Eintritt frei!

 

16-12-08-jurasoyfer-plakat

Seine russische Familie floh nach Wien, wo er aufwuchs, zu Kabarett und Theater geriet und viele Lieder und Stücke schrieb, und die Schmetterlinge in Wien haben viele davon in ihr Repertoire aufgenommen:

den Aufstieg der Nazis sehr kritisch begleitend

wurde er zuerst nur wegen einer Verwechslung festgenommen, doch dann als „Staatsfeind“ erkannt:

Von Dachau nach Buchenwald …

Programm

Sturmzeit
Wahlen im 3. Reich
Reformiertes deutsches Kirchenlied
Lied von der Erde

Lesung Soyfer-Texte
Dachau-Lied

3 rote Pfiffe
Warte nur ein Weilchen
Flüchtlingssonett
Ballade von der Judenhure Marie Sanders
Ballade vom Wasserrad
Tot oder lebendig
Der zerrissene Rock

 

 

 

16-12-08-jura-soyfer

Kulturzentrum 2411www.stadtteilkultur2411.de Kulturzentrum 2411. Anschrift: Stadtteilkultur 2411 e.V.. Blodigstraße 4, 3. Stock 80933 München … info@kultur2411.de. Bürozeiten: Mo u. Di 10.00 – 12.00 Uhr

Jura Soyfer Ankündigung dort:

Münchner Gewerkschaftschor Quergesang
& Roter Wecker
Jura Soyfer zuliebe…

Am 8. Dezember wäre der österreichische Dichter und Satiriker Jura Soyfer 104 Jahre alt geworden, die Nationalsozialisten kürzten sein Leben im KZ Buchen-wald brutal auf 26 Jahre ab. Für diese schmale Zeitspanne hat er jedoch ein bemerkenswertes Lebenswerk hinterlassen, das in über 30 Sprachen übersetzt worden ist. Der 1912 geborene Schriftsteller veröffentlichte ab 1932 seine Gedichte und Szenen, vor allem in der damals weit verbreiteten Arbeiter-Zeitung (AZ). Er hat aber auch fünf Theaterstücke geschrieben, sein bekanntestes ist wohl „Der Lechner Edi schaut ins Paradies“.

Der Münchner Gewerkschaftschor „Quergesang & Roter Wecker“ widmet dem Autor einen Abend, bei dem er nicht nur ausführlich biographisch gewürdigt wird, sondern bei dem einige seiner beeindruckendsten Gedichte auch noch musikalisch zu hören sind, die meisten vertont vom Chorleiter Ferdinand Silhanek. Weitere Lieder, die sich mit der heutigen politischen Situation beschäftigen, führen von der Vergangenheit in die aktuelle Gegenwart, ganz im Sinne von Bertolt Brecht: „Ändere die Welt, sie braucht es.“

Leitung: Ferdinand Silhanek und Stephan Schindlbeck

 

 

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