Liebe Kolleg*innen,

wie ihr vielleicht schon mitbekommen habt findet am Samstag das Gedenken zum 40 Jahrestag des Oktoberfest-Attentats statt. Dieses Gedenken wird seit mittlerweile 38 Jahren hauptsächlich von der DGB-Jugend München ausgerichtet. Das rechtsradikale Attentat mit 12 Toten (plus dem Täter) und über 200 Verletzten war das schwerste Attentat der deutschen Nachkriegsgeschichte.

Wiesn 1980- 2020-Gefahrenabwehr

Wiesn 1980- 2020-Gefahrenabwehr

Nun hat es dieses Jahr noch einmal Bewegung in dem Fall gegeben: Die Generalbundesanwaltschaft hat das Attentat endlich auch offiziell als rechten Terror eingestuft und die Bundesregierung endlich Entschädigungen für die Betroffenen angekündigt.

Angesichts dieser Umstände wird dieses Jahr nicht nur zum ersten Mal in 40 Jahren ein bayerischer Ministerpräsident beim Gedenken anwesend sein, sondern auch der Bundespräsident.

Leider sind ja aber durch Corona die Teilnehmer*innenzahlen stark beschränkt und wir konnten bei weitem nicht so viele von euch vor Ort einladen, wie wir wollten.

Wer nicht vor Ort teilnehmen kann, kann aber trotzdem live dabei sein! Denn mit diesem prominenten Besuch geht natürlich auch erhöhte mediale Aufmerksamkeit einher:

Wir freuen uns daher, dass der BR das Gedenken am Samstag, den 26.09.2020 live ab 9:55 Uhr im Hauptprogramm und in der Mediathek unter  https://www.br.de/mediathek/live übertragen wird.

Gerne könnt ihr auch die beigefügten Share Pics nutzen um über eure Kanäle (gerne auch private oder eurer Organisationen) Werbung für die Liveübertragung zu machen!

Denn wie oft steht schon einmal eine Ehrenamtliche der DGB-Jugend München auf derselben Bühne wie der Bundespräsident? 😉

Viele Grüße, Kristofer Herbers, DGB-Region München Jugendsekretär Schwanthalerstraße 64 in 80336 München E-Mail: kristofer.herbers @ dgb.de

Internet: www.muenchen.dgb.de https://www.facebook.com/dgbjugend.munchen

Wiesn 1980- 2020 Zukunft ist erneuerbar

Wiesn 1980- 2020 Zukunft ist erneuerbar

Und wieder kamen die Lederhosen wie eine Krankheit über die Stadt

Nein, heute waren es schwarze Trauergestalten. Sie hatten Eingeständnisse im Gepäck, beziehungsweise in ihren Reden: 40 Jahre Staatsversagen hatten sie es zwar nicht genannt, aber in den Einzelheiten war es das:

Versagen gegen die Opfer und ihre Gesundheit, eine Begleitung zurück ins Leben: War zur Zeit des „Kalten Kriegers“ Franz Josef Strauß noch nicht üblich, die Ämter wie das Versorgungsamt sparten an den Opfern, nannte sie Simulant …

Versagen der Verantwortlichen der Geheimdienste und der Justiz durch Behinderung der Ermittlungen und durch Verbreiten falscher Geschichten über den angeblichen Einzeltäter und sein Umfeld,

Ich halte auch die Wehrsportgruppe Hoffmann, so sehr sie sich auch antistaatlich geriert, für einen geheimen kriminellen rechten Dienst, der „zur Pflege“ von Heranwachsenden der Wikingjugend und zur internationalen Waffenschulung beiträgt, denn er ist sicher so wenig aufgelöst wie die alten Brüderschaften von Gladio, Hannibal und all den mordbereiten Burschenschaften und Soldaten-Kameradschaften seit den Morden an Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam und ihrer zahllosen Genossinnen und Genossen, die selbst ohne Gewalt für die Ideen von Anarchismus, von einer gemeinschaftlichen Welt im Sozialismus eingetreten waren.

Die Reaktion war in München 1919 mörderisch, die Justiz war auf der Seite der Adeligen und Besitzenden, der Beamten und Großbürger, der Kirchen und Militärs, die ihre kaiserlich-königlichen Privi-Legien zurück haben und verteidigen wollten.

Was Anwälte und Journalisten leisten können, so lange sie sich unabhängig halten können, gibt mir Hoffnung, dass diese Demokratie auch ihr finsteres Kapitel der Geheimdienste aus dem Personal des „3. Reiches“ aufarbeiten lernt, weil wir sonst nie aus dem geistigen Hufeisen der Parteifronten entkommen und damit die Demokratie der Lobby-Wirtschaft endgültig zerstören.

Armut und Reichtum polarisieren sich durch Kriege und Viren: Rüstungsproduktionen in und um München haben die Region reich gemacht, wie die Autos aus dem alten Goebbels-Vermögen, und die Bereitschaft zu teilen kann sich nicht auf die Tafeln des abgelaufenen Überfluss beschränken: Die Zuwanderung der Kinder der Reichen in der Welt wird den Druck auf die Mieten erhöhen, wenn nicht wirklich umgesteuert wird.

Derzeit sehe ich niemand dazu in der Lage.

 

Du darfst mich gern verfolgen ...