CSU denkt rückwärts

scheuer-vorgänger im Rassismuswie die AfD. Scheuer will einen integrierten Senegalesen ausweisen: Nur rassistisch gehört der fußballspielende Ministrant nicht zu uns. Diese mit der Argumentation des „Wirtschaftsflüchtling“ kaschierte Grundhaltung passt nahtlos in das rassische Blut- und Boden-Schema etlicher Alt-Nazis, die an den Biertischen von der CSU bedient werden.

bayernstolzEs passt in eine pseudo-demokratische Gesellschaft, die Menschenrechte an der Hautfarbe und Abstammung, oder an Religions-Zugehörigkeit fest machen will.

Faschismus oder Menschenrechte?

scheuer-fahrzeug?Der Faschismus und die „germanischen“ Vorläufer, Alldeutsche, Hammerbund und Thule-Gesellschaft, träumten von arischen und nordischen Rassen, und all die verbalen Kraftmeier, keiner blond und blauäugig, außer einem brutalen Münchner Recken, der in der „Nacht der langen Messer“ mit Röhm für die Parteiräson ermordet wurde …

blonder als Scheuer, Polizeichef von Dresden, im Privatleben schwul.

Scheuer sieht Wirtschaftsflüchtlinge

UN EHRE scheuerMit dem partei-eigenen Signal-Wort „Wirtschaftsflüchtlinge“ wird der offene Rassismus umgangen und in die Neid-Linie gelenkt: „Die wollen sich hier auf unsere Kosten durchfressen“ heißt es dann etwas vulgärer in der AfD.

Im Grunde wiederholt er die jahrzehnte-alte Linie der Ablehnung von Zuwanderung, die andere grade noch an der christlichen Leitlinie (wie die Polen) festmachen wollten, doch: Sogar wenn er Fußball spielt … da landen wir in den Rängen neben AfD-Vize Gauland in der Beleidigung Boatengs, und so scheint sich der „Generalsekretär“ zu gefallen.

Die Äußerungen der Bischöfe zu dem Vorgang wurden im bayrischen Staatsfunk nur indirekt zitiert, die ganze Bischofskonferenz in Fulda war dann doch nur eine Eingangs-Erwähnung wert. Es folgte aber durchaus eine Hörer-Runde, ob sich die Kirchen überhaupt zum „Tagesgeschehen“ äußern sollten, und woher die Werte einer Gesellschaft kommen ….

Früher waren die Bischöfe ja noch etwas dankbarer über die Gläubigen-Steuern des Führers, denn „Kirchen-Steuern“ ist ja wohl eine falsche Bezeichnung, und die staatliche Finanzierung aller oberen Geistlichkeit ja auch noch ein Extra-Topf, wie die Denkmalschutz- und sonstigen Gemeinwohl-Finanzierungen.

Brausebad DachauDiese Werte kommen aus dem Konkordat Hitlers mit dem „Heiligen Stuhl“ 1936 und kosteten vielen Menschen das Leben oder die Gesundheit: Hunderte von widerständigen Priestern im eigenen „Priesterblock“ in Dachau kamen nicht in den Genuss der Fürsprache eines „Kardinal von Faulhaber“, der ehrerbietig mit dem Reichsleiter korrespondierte, aber in alter monarchischer Gesinnung die Nazis mehr ehrte, als verfolgte Juden und Schutzbefohlene.

Feindbilder aus der Kaiserzeit

Der Antisemitismus war schon alt, aber er war durch erfolgreiche Kaufleute umgangen worden, während die Hochschulen noch erfolgreichen jüdischen Rechtsanwälten die Professur verwehrten, eine Honorarprofessur aus den Taschen der Studierenden war der höchste Anstellungsgrad.

Entsprechend beim Militär: Der Adel hielt eine „gläserne Decke“ unter dem Offiziers-Beruf, und Graf Arco wurde, trotz / wegen jüdischer Mutter zum Mörder von Kurt Eisner, um der Thule-Gesellschaft seinen arischen Mut zu beweisen.

Sie machten den Mörder zum Helden, und die bayrische Justiz machte mit, ein paar Monate Festungshaft für klaren Mord …

Heute, im sonstigen AfD-Feindbild Islam, setzt Scheuer aber auf das Feindbild „Wirtschaftsflüchtling“?

Stürmer ScheuerDa wird alter Populismus aus dem Stürmer verlängert: Die eigenen Worthülsen sind weniger angreifbar, als die religiösen Ressentiments, und sie werden mit dem Hammer der Staatsmedien in die Köpfe geschlagen: Wirtschaftsflüchtlinge haben kein Bleiberecht.

Judentum passte auch nicht zur damaligen „arischen“ Militär-Gesellschaft, sollte ausgemerzt werden, um den Volkskörper rein zu halten.

Wir sollten den Stürmer in den Schulen lesen, um zu verstehen, was da wiederholt wird. Ein paar Karikaturen sind in Schulbüchern?

Die Rechte könnten, mit dem Besitz der NSDAP, wie beim Ehlers-Verlag, auch noch bei der CSU oder beim Freistaat Bayern liegen? Über diese alten Schätze reden sie nicht gerne … und wer die Nachfahren des Herrn Streicher heute sind?

Wird der Bayernkurier in den Titel aufnehmen: „Der Wirtschaftsflüchtling ist unser Unglück?“ oder gibt es noch letzte Vernunft in der CSU?


Ausgrenzungsgesetz der CSU

Die CSU hat in alter Manier eine alte Kamelle wieder aufgelegt: Ihre Leitkultur.

Die hat sie allerdings nun mit Geschacksverstärkern und Zusatzstoffen aufgepeppt, die bisher nicht einmal königlich bayrische Sozialdemokraten schlucken werden: Treue zum Freistaat und zur CSU als Voraussetzung für jeden anerkannten Bayern könnte man als Witz verstehen, aber der Text sagt?

Anscheinend sitzen da immer noch einige Mitarbeitende mit geistiger NS-Vergangenheit in der Partei-Zentrale oder in missbrauchten Ministerien, denn diese Gesetzesvorschläge riechen in einigen Passagen nach 1936.

Link siehe unten ..


Expertenanhörung zum bayerischen Ausgrenzungsgesetz am Donnerstag, den 29. September ab 09.15 Uhr im bayerischen Landtag

–          Anschließend findet dort um 13 Uhr die Pressekonferenz des Bündnisses gegen das bayerische Ausgrenzungsgesetz statt

–          Internetseite mit online-Petition gegen das bayerische Ausgrenzungsgesetz

 https://integrationsgesetz.bayern – bitte unterzeichnen, falls nicht Scheuer!

Das nächste Bündnistreffen ist am Dienstag, den 27. September, 18 Uhr im DGB-Haus München.

Träume rückwärts

Die vergoldete Nostalgie des bayrischen Brauchtums kann man sich heute in Luxus-Dirndln beim hochsubventionierten Trachtlerumzug (Haushaltsposten Brauchtumsförderung) mit winkendem Ministerpräsidenten und diverser Entourage vorspielen lassen, und entsprechendes Luxusleben bei Empfängen des Hofes in der Residenz:

Die Presse hofiert das monarchische Zeremoniell, das die Bürger nach Wert und Orden sortiert und nach Nähe zur Staats-Partei, wie …

Nein, es gab da mal eine Revolution, aber … (nicht für Jeden)

Ja, es gab ein anderes Bayern, aber … (auch nicht für Jeden)

Du darfst mich gern verfolgen ...

Ein Kommentar

  1. Donnerstag, 29.9. – Anhörung im Landtag ab 09.15 Uhr, eine breite Teilnahme ist erbeten!

    um 13.15 Uhr Pressekonferenz des Bündnisses, Achtung: ORTSÄNDERUNG !!! Jetzt: „Einstein Kultur“, Einsteinstr. 42, München

    Samstag, 1. Oktober in Landsberg – Warnstreik der Flüchtlingshelfer/innen, Kundgebung 11 – 13 Uhr am Hauptplatz

    Außerdem erinnern wir an die online-Petition gegen das bayerische Ausgrenzungsgesetz

    Ihr findet sie auf unserer Internetseite

    https://integrationsgesetz.bayern/

    https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-das-bayerische-integrationsgesetz

    Bitte verlinkt die Internetseite und die Online-Petition auf Internetseiten/Facebookseiten!

    Auf dem Organisationentreffen waren einige Flüchtlinge des Camps am Sendlinger Torplatz dabei. Sie planen einen Fußmarsch von München über Regensburg nach Nürnberg von Flüchtlingslager zu Flüchtlingslager gegen das geplante bayerische Ausgrenzungsgesetz. Start soll am 8. Oktober in München sein.

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