modernes-witzenhausenDie große Stadt feierte sich wieder mal selbst.

Sie rüstete sich zu einem enormen Besäufnis, bei dem den Brauereien wieder einige junge Leute geopfert wurden, die einen als Alkohol-Leichen, die anderen als ewig gläubig Abhängige, die sich gegenseitig für immer zu prosten und wiederholen, dass es immer so bleiben wird … und nie schöner war.

Die Tracht hatte sich als Sauf-Verkleidung zur Norm entwickelt, sie war zu Hunderten in Lagerhallen der Vorstadt für asiatische Geschäfts-Gäste auszuleihen und konnte auch auch als Souvenir mitgenommen werden. Die norddeutsch- und türkisch-stämmigen MünchnerInnen waren am wildesten drauf, und es gab auch schon feine künstlerische Versionen mit afrikanischen Stoffen für die Damen.wiener platz breit

Den großen Aufmarsch der historischen Trachten-Darstellenden finanziert die Staatsregierung großzügig bis zum 1000.-Euro-Gamsbart über Traditionspflege, womit die die eigene Politik und Beständigkeit, Sturheit und Rückschrittlichkeit meint, die alte königliche Privilegien für die eigenen Minister wieder einführt.

Die bezahlten Vorstadt-Blätter propagierten und verlosten schon Vorglüh-Parties für das Besäufnis, was dieses Jahr zur Entlastung der Wiesn führen dürfte, denn auch die internationalen Gäste am Campingplatz werden seit Jahren durch örtliches Abfüllen mit dem massiven Beruhigungsmittel erfolgreich vor Ort gehalten.

PristinaWas dieses Jahr dazu kommen wird: Die Auseinandersetzung zur immer noch nicht eingestandenen Völkerwanderung, die immer noch so als alltägliche Störung betrachtet wird, wie der gelegentliche Sahara-Sand, den Stürme bis auf unsere Autos tragen.

Gleich nach der Wiesn wird es wieder Diskussionen und Überlegungen geben, die großen Zelte stehen zu lassen für die Notaufnahme, die im Herbst saisonal im Mittelmeer die Reisepanik steigert, aber die Wirte wollen ihre Kulissen wieder ins Winter-Lager transportieren, das nun ja auch frei wäre … denn diese Zuwandernden sind noch keine gut erzogenen Kunden, bezahlende Trinker.

Und dann rüstet sich die Stadt für ihre zwei bis drei Dutzend Weihnachtsmärkte, dieses Jahr ergänzt durch einen besonders hochpreisigen Premium-Markt, der wahrscheinlich Eintritt kostet  … aber das kommt in der nächsten Folge,

wenn die Waffenlieferungen in die südlichen Provinzen, die vor unseren „Hilfen“ einmal richtig reich und lebenswert waren, nicht noch schnellere Veränderungen bringen.

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