Liebe Freunde, liebe Freundinnen,

ich möchte Euch auf eine wichtige Veranstaltung am 6. April aufmerksam machen. Wie im folgenden Text ersichtlich, spricht Herr Wysok zu den Verbrechen der Nazis in Polen. Helga Hanusa und ich haben ihn bei 2 Reisen gegen das Vergessen in Polen kennen gelernt. Wir waren von seinem Wissen und der Art des Vortrages sehr angetan. Helga hat unsere Verbindung zu Herrn Wysok genutzt und eine Einladung zu Gesprächen in Regensburg und München organisiert.

Am 6. April ist der Vortrag in München!

Viele Grüße, Ernst Grube

www.ns-dokuzentrum-muenchen.de/…/NS-Doku-Programm-2-2016-WEB.pdf

Vortrag „Von München nach Piaski”.

Das Schicksal der jüdischen Bürger aus Bayern im Distrikt Lublin 1942 – 1943

Mittwoch 06| 04| 2016

19.00 Uhr im NS-Dokumentationszentrum München

Von März bis Juni 1942 wurden Tausende Juden aus Deutschland in den Distrikt Lublin „evakuiert“. Sie fielen der „Aktion Reinhardt“ zum Opfer, wie der Deckname für die systematische Ermordung von 1,7 Millionen Juden im „Generalgouvernement“ des durch Deutschland besetzten Polens lautete.

Die sogenannten „Transitghettos“ wie Izbica und Piaski waren ihre letzte Station bevor sie in die Vernichtungslager Bełžec, Sobibór und Majdanek deportiert und dort ermordet wurden. Die Existenz dieser Transitlager sowie das Leiden dort ist bis heute wenig erforscht.

Wiesław Wysok befasst sich in seinem Vortrag mit den deutschen Juden aus Bayern – Franken, Augsburg, Würzburg, Bamberg, Fürth und München – in den Transitghettos im Distrikt Lublin. Wie sahen die Lebensbedingungen in diesen Durchgangsghettos aus?

Wie gestaltete sich das Zusammenleben der verschiedenen Gruppen von Deportierten? Welche Spuren und Hinweise auf diese Lager existieren heute noch? Der Vortrag beleuchtet das Leben und Leiden an diesen vergessenen Orten des Holocaust.

Wiesław Wysok ist didaktischer Leiter der Bildungsarbeit im Staatlichen Museum in Majdanek. Er hat zur Theorie und Praxis der Erinnerungspädagogik und Gedenkkultur sowie zur Geschichte der osteuropäischen Juden geforscht und publiziert.

Du darfst mich gern verfolgen ...