Freitag, 5.2.2016    19 Uhr                            Eintritt frei

EineWeltHaus München, Raum 211/212, Schwanthalerstr. 80 U4/5 Theresienwiese

Solidarische Ökonomie. Von Lateinamerika lernen?

Erfolge und Probleme in Beispielen solidarischer Ökonomie.

Solidarische Ökonomie hat verschiedene Ansätze, die darauf setzen, dass andere Lebens- und Wirtschaftsformen dem Menschen und der Gesellschaft mehr entgegenkommen und entsprechen, als es das derzeitige System vermag, das Arbeitslosigkeit und Armut, Ausgrenzung, Unwohlsein und Umweltprobleme verursacht. Anhand von Beispielen aus Lateinamerika geht es auch um die Frage, welche Bedingungen günstig für die Umsetzung von Projekten solidarischer Ökonomie und welche nachteilig sind.

Die Veranstaltung ist besonders interessant für diejenigen, die sich intensiver mit Aspekten solidarischen Lebens befassen und / oder selbst in Projekten hier aktiv sind. Der Referent Carlos Herz Saenz aus Peru begleitet und berät seit Jahren Projekte solidarischer Ökonomie in Lateinamerika und hat einen realistischen Blick auf ihre Chancen und Grenzen.

Referent: Carlos Herz Saenz, Lima. Spanisch mit Übersetzung.

Veranstalter: Lateinamerika-AK und AK München Fairwandeln des Nord Süd Forum München e.V. mit  zbb e.V.

Samstag, 6.2.2016                               14.00 – 17.30 Uhr (mit Pause)

Lektionen – nicht gelernt

Das Transpazifische Handels- und Investitionsabkommen – TPP

Die Auswirkungen dieses Abkommens werden weit über bisherige Freihandelsabkommen hinausgehen. Es wird über 40% des Welthandels betreffen. Mit dabei Länder wie: USA, Kanada, Chile, Peru, Mexiko (Kolumbien, Costa Rica) und auf der anderen Pazifikseite Australien, Japan, Malaysia,Neuseeland, Singapur, Vietnam (Südkorea, Taiwan, Phillippinen, Indonesien, Indien, Thailand, etc.).

Bei diesem Workshop geht es um Fragen wie: Auswirkungen auf Rohstoffausbeutung, geistiges Eigentum, Gesundheitssysteme und: Welche Chancen haben die Länder noch, die eigene Bevölkerung durch noch stärkere Ausbeutung der Großkonzerne zu schützen?
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Wenn sie z.B. bei Vorschriften zum Umweltschutz, z.B. für tropische Regenwälder oder bei Arbeitsrechten vor geheimen Schiedsgerichten zu astronomischen Zahlungen an die Konzerne verklagt werden?

Der Referent, Carlos Herz Saenz ist politischer Aktivist und langjähriger Berater von Basisgruppen in Peru und anderen lateinamerikanischen Ländern.

Spanisch mit Übersetzung.

Veranstalter: Lateinamerika-Arbeitskreis des Nord Süd Forum München e.V. mit Unterstützung von ZBB e.V. und Kolumbien-AK des Ökumenischen Büros

Ort: EineWeltHaus München, Werkstatt, Schwanthalerstr. 80, U4/5 Theresienwiese

Solidarische Ökonomie muss gemeinsam gelernt werden:

Umgang mit Konflikten, auch wenn Bergwerkskonzerne Angebote machen, um die Bevölkerung zu korrumpieren …

Eigene Lebensfähigkeit sichern, auch ohne Stadt- oder Kreisverwalrung, um nicht an politischen Veränderungen zu verlieren …

Ausserhalb des Systems oder „Stütze des Kapitalismus“ fragen radikale Kritiker, die theoretische Umwandlung fordern

Cooperative Wirtschaft in der Region
bekommt oft auch unsaubere Angebote … Wirtschaftsberater aus Konzernen und Stiftungen

Vorwärts gehen:

KleinUnternehmen als staatliche FrauenFörderung

Schokoladen-Projekt von Frauen im Austausch mehrerer Regionen:

Pralinen machen als köstliche Alternative, verkaufen ist trotzdem schwer, weil alle Freundinnen nur probieren wollen …

Wo Beratung angefragt wird: Viele Kleine Projekte gehen ohne Beratung ein, hinterlassen schlechte Erfahrungen und Schulden.

Gemeinschaftsküchen zur Selbstversorgung sind auch in den Armenvierteln billiger als städtische oder staatliche Versorgung.

Selbstorganisation von arbeitenden Kindern verteidigen ihre Möglichkeiten, zum Unterhalt der Familie beizutragen: Wenn Schulen nicht zum Leben vorbereiten.

Dienstleistungen und Service wie im Tourismus sind oft saisonale Möglichkeiten, Agrarwirtschaft braucht Samenzucht und Veredlung.

Kredite zur Regionalentwicklung werden gelegentlich in der Verwaltung privat missbraucht: Fehlende Kontrolle durch Bevölkerung – hätten wir wohl auch.

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