Korruption und Mafia

Siemens, „die Bank mit angeschlossenem Elektroladen“ nannte es Einer, der die Machenschaften des Konzernes intern kannte, denn die Aufträge und die politischen Verbindungen werden nicht nur durch Wirtschaftsminister und Lobbyisten vermittelt. Vor Ort helfen bewaffnete Truppen, die umweltfeindlichen Projekte gegen die indigene Bevölkerung durchzusetzen.

Die Befreiungstheologie hat manche Mitarbeitende in diesen „Geschäftsbeziehungen“ verloren, denn Mord scheint zum Geschäft zu gehören. Unsere Landes- und Stadt-Vertretenden treffen sich mit Mord-Beauftragenden? Nicht direkt .. aber  … ohne Aufklärung, ohne Distanzierung.

Berta CáceresBerta Caceres

Berta Isabel Cáceres Flores (* 4. März 1973 in La Esperanza, Intibucá, Honduras; † 3. März 2016 ebenda) war eine honduranische Menschenrechts- und Umweltaktivistin. Cáceres war eine der Mitbegründer/innen des 1993 ins Leben gerufenen Consejo Cívico de Organizaciones Populares e Indígenas de Honduras (Council of Popular and Indigenious Organization of Honduras) (COPINH),[1][2] einer Organisation, die sich für die Rechte indigener Völker und den Erhalt ihrer natürlichen Umwelt in Honduras einsetzte, insbesondere der Lenca, einer Volksgruppe, der sie selbst entstammte. 2012 erhielt sie den Shalom-Preis.[3] 2015 wurde sie für ihren Einsatz mit dem Goldman Environmental Prize geehrt.[4][5] (wikipedia)


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AUFRUF des Öku-Büros München: Mahnwache „Gerechtigkeit für Berta Cáceres JETZT!“

Fr 2. Sept. 11 Uhr, Wittelsbacher Platz in München 

EMenschenrechtein halbes Jahr nach der Ermordung unserer Freundin und compañera Berta Cáceres Flores in Honduras sind die Forderungen ihrer Organisation COPINH (Rat zivilgesellschaftlicher und indigener Organisationen von Honduras) unerfüllt – die Einsetzung einer internationalen, unabhängigen Untersuchungskommission zur umfassenden Aufklärung des Verbrechens und der endgültige Rückzug des Wasserkraftprojektes „Agua Zarca“. COPINH und Angehörige von Berta werden nicht gehört, stattdessen sind sie in den vergangen sechs Monaten konfrontiert mit erneuter Verfolgung, Drohungen, Raub von Daten ihrer Anwälte, gewaltsamer Niederschlagung ihrer Proteste, Attentaten und weiteren Morden.

Wir ehren am kommenden Freitag, 2. September (11-12 Uhr) auf dem Wittelsbacher Platz in München vor der Siemens-Zentrale das Andenken von Berta Cáceres. Berta war für uns weit mehr als die – nach ihrem Tod – viel zitierte „renommierte Umweltaktivistin“: Sie war eine unermüdliche Kämpferin, die sich Tag für Tag in zäher Kleinarbeit glaubwürdig und leidenschaftlich für die gemeinsame Konstruktion einer anderen, antipatriarchalen, antikapitalistischen und antirassistischen Welt einsetzte.

Wir solidarisieren uns mit den Forderungen des COPINH und wir erinnern den Münchner Weltkonzern Siemens erneut an seine Verantwortung! Über sein Joint-Venture Voith Hydro hat Siemens Anteil daran, dass Projekte wie „Agua Zarca“ mit Morden an ihren Kritiker*innen gewaltsam durchgesetzt, Gemeinden auf Generationen gespalten, soziale Strukturen zerstört und das Recht auf vorherige, freie und informierte Konsultation der betroffenen Bevölkerung unterlaufen wird. All dies im Bündnis mit den interessierten, herrschenden Kreisen, die diesen Machenschaften den Anschein von „Legalität“ garantieren.

Der britische Guardian publizierte am 21. Juni 2016 einen Artikel über eine Todesliste des honduranischen Militärs, auf der nach Aussage eines desertierten Soldaten Bertas Name aufgetaucht war. Berta selbst hatte in den Monaten vor ihrer Ermordung zahlreiche Todesdrohungen angezeigt, die meisten davon im Zusammenhang mit dem Wasserkraftprojekt „Agua Zarca“. Und sie hatte, ebenso wie weitere COPINH-Mitglieder, in diesem Zusammenhang auch die Existenz von Todeslisten des Militärs erwähnt.
https://www.theguardian.com/world/2016/jun/21/berta-caceres-name-honduran-military-hitlist-former-soldier?CMP=share_btn_fb

(Deutsche Übersetzung mit Genehmigung der Autorin:  http://hondurasdelegation.blogspot.de)

Weitere Infos: www.oeku-buero.de

Neues Factsheet  Green=korrekt? Was bedeuten Green Energy-Projekte in Mexiko und Honduras für die lokale Bevölkerung?

http://www.oeku-buero.de/files/docs/Factsheets/Factsheet_GreenKorrekt_%C3%96kuB%C3%BCro_20016.pdf

#6mesessinjusticia

Berta Vive! 

Berta-Cáceres- statt Werner-von-Siemens-Straße!

Oekumenisches Buero fuer Frieden und Gerechtigkeit e.V.
Oficina Ecumenica por la Paz y la Justicia, Pariser Str. 13, D-81667 Muenchen Alemania
Tel: + 49 89 4485945 Fax: + 49 89 487673 E-Mail: info@oeku-buero.de http://www.oeku-buero.de

Auch der Wittelsbacherplatz könnte einen besseren Namen brauchen, denn die bayrische Monarchie hatte ihre Mitschuld an den Kriegsgeschäften und an der Kriegshetze im Weltkrieg, angestiftet von Rüstungs- Industrie, Adel und Militaristen, der 10 Millionen Tote brachte, und in der Folge den Faschismus und 2. Weltkrieg.

Münchens Reichtum ist bis heute beherrscht von Rüstungsindustrie.

Darüber spricht keine Presse und kein öffentliches Medium, denn die Friedensbewegung und die Revolution gegen die Adels- und Militaristen-Monarchie werden immer noch tabuisiert, nur der „Freistaat Bayern“ feiert sich selbst, verlogenerweise mit dem „Landesvater“ und Rüstungsmagnaten Franz Josef Strauß bis hin zum Flughafen,

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