Vom 3. bis 8. Dezember 2017 findet zum dritten Mal das Filmfestival KINO ASYL statt.

KINO ASYL wird von in München lebenden jungen Flüchtlingen aus unterschiedlichsten Herkunftsländern gestaltet. Die Filme werden in den Kammerspielen München, der Pinakothek der Moderne, im Münchner Gasteig, der Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) und im Kulturzentrum Import Export präsentiert.
Die Veranstaltungen von KINO ASYL sind kostenfrei, Spenden sind willkommen.

KINO ASYL wird vom Medienzentrum München in Kooperation mit Refugio München veranstaltet. Weitere Kooperationspartner sind: Filmstadt München, Münchner Stadtbibliothek, Hochschule für Fernsehen und Film (HFF) München, Pinakothek der Moderne, Import Export und Münchner Kammerspiele. Die Veranstaltung wird vom Kulturreferat München und dem Stadtjugendamt München gefördert.

KINO ASYL Festivalbüro:

c/o Medienzentrum München des JFF
Rupprechtstr. 29 | 80636 München
TEL 089.126653-0 | E-MAIL thomas.kupser@jff.de

www.kinoasyl.de | www.fb.me/kinoasyl


ACHTUNG: Erneute Sammelabschiebung nach Afghanistan am 06.12.17

Ein Spiegelartikel verkündete letzte Woche den Plan einer erneuten Sammelabschiebung nach Afghanistan. Am 06. Dezember will die Bundesregierung erneut junge Männer nach Afghanistan abschieben.

Diverse Menschenrechtsorganisationen wie Pro Asyl oder Amnesty International warnen, unter anderem vor dem Hintergrund der sich stetig verschlechternden Sicherheitslage, seit vielen Monaten dringend vor Abschiebungen nach Afghanistan. Nur ein paar Tage vor der letzten Abschiebung am 24.10.2017 kamen in ganz Afghanistan mehr als 250 Menschen durch eine Anschlagsserie der Taliban und des IS ums Leben.

Gerechtfertigt werden die Abschiebungen vom Deutschen Inneniministerium damit, dass alle Abgeschobenen Straftäter, Gefährder oder hartnäckige Identitätstäuscher waren – eine Rechtfertigung, die unter menschenrechtlichen Prinzipien nicht vertretbar ist. Auch sind diese Kategorien nicht klar definiert und werden in Bayern mitunter besonders weit ausgelegt.

Wir haben aktuell Hinweise von mindestens vier verhafteten Afghanen in Bayern sowie einem Verhaftungsversuch. Von jeweiligen Straftaten ist bisher nichts bekannt. Bitte warnt alle Afghanen die ihr kennt. Hier findet ihr Links zu Hinweisen welche Personen grundsätzlich gefährdet sind sowie welche Personen NICHT gefährdet sind. Vieles ist auch in Dari oder Englisch übersetzt.

Ein wichtiger Anhaltspunkt, ob eine Person ohne Pass oder Tazkira abgeschoben werden kann, ist die Bestätigung der Identität durch die Botschaft. Dies kann durch die Tazkira oder eine Botschafts- /Konsulatsvorführung erfolgen. Wer das noch nicht hat, der ist zumindest nicht auf dem nächsten Flug, weil das Konsulat vier Wochen Zeit hat für die Bearbeitung.

Der Bayerische Flüchtlingsrat fordert das sofortige Ende aller Abschiebungen nach Afghanistan und ein Bleiberecht für alle afghanischen Geflüchteten!


Proteste:

München | 06.12.2017 | 19 Uhr | Sendlinger Tor

Protest gegen die geplanten Sammelabschiebungen am Mittwoch, den 06. Dezember
Afghanistan und Pakistan sind nicht sicher! Keine Abschiebungen nirgendwohin!

Am Mittwoch, 06. Dez., wird es voraussichtlich die nächste Sammelabschiebung nach Afghanistan wie auch eine Abschiebeflug nach Pakistan geben.
Dies wäre die mittlerweile achte Sammelabschiebung nach Afghanistan. Dagegen gibt es in vielen Städten Protest, u.a. in:

Hier der der Link zur Facebookveranstaltung: https://www.facebook.com/events/1522460817834697/


Karsai bittet darum, Abschiebungen auszusetzen!

http://www.deutschlandfunk.de/karsai-ueber-die-lage-in-afghanistan-trumps-entscheidung.694.de.html?dram:article_id=401641


Bündnis gegen Naziterror & Rassismus: Aufruf zur solidarischen Prozessteilnahme während der Nebenklageplädoyers!

Gerade jetzt ist es so wichtig wie vielleicht nie zuvor sich aufzuraffen, um im Gerichtssaal, A 101, in der Nymphenburgerstr.16, den NSU-Prozess zu besuchen:

In den nächsten Wochen ist es möglich sich durch den Prozessbesuch solidarisch mit den Betroffenen des NSU-Terrors zu zeigen. Denn seit Donnerstag, den 15. November, verlesen die Vertreter*innen der rund 70 Nebenkläger*innen ihre abschließenden Plädoyers.

Die meiste Zeit in den nun über vier Jahre andauerenden Verhandlungen wurden die Stimmen der Betroffenen im Münchner Gerichtssaal ausgeblendet. In den kommenden Verhandlungstagen jedoch, werden die entscheidenden Fragen zum NSU-Komplex und die Perspektive der Betroffenen detailliert Thema sein: Die Nebenkläger*innen, wie bereits Gamze & Elif Kubaşık, werden durch und zusammen mit ihren anwaltichen Vertretungen ein Resümee ziehen.

Bisher wurden die Plädoyers der Nebenklage durch unzählige und sinnlose Unterbrechungsanträge, Befangenheitsgesuche und andere Störungsmethoden von den Verteidiger*innen der Angeklagten behindert. Ihre Verzögerungstaktiken verunmöglichten es einigen Nebenkläger*innen am Prozessgeschehen teilzunehmen und versuchen die Wirkung der Schlussvorträge zu torpedieren.

Diese Taktik wird aber nicht aufgehen und kann nicht funktionieren, wenn der Gerichtssaal mit solidarisch-kritischen Beobachter*innen voll ist: Lasst uns den Nazi-Verteidigern die Stimmung vermiesen! Zeigt eure Solidarität den Nebenkläger*innen und erinnert an die Opfern des NSU-Terrors mit Würde!

Kein Schlussstrich unter dem NSU -Komplex!

Die Prozesstermine der nächsten 3 Wochen:

  • Dienstag, 28. November 2017, 9.30 Uhr
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  • Mittwoch, 29. November 2017, 9.30 Uhr
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  • Dienstag, 05. Dezember 2017, 9.30 Uhr
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  • Mittwoch, 06. Dezember 2017, 9.30 Uhr
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  • Dienstag, 12. Dezember 2017, 9.30 Uhr
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  • Mittwoch, 13. Dezember 2017, 9.30 Uhr
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  • Donnerstag, 14. Dezember 2017, 9.30 Uhr
  • * (Empfehlung: Aktualität der Termine immer auf Twitter bei @nsuwatch gegenchecken)

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