Was macht ein gutes bzw. ein gelungenes Leben aus?

Diese zentrale Frage wird – organisiert von der LH München – am 26. und 27. Juni 2017 in der Alten Kongresshalle diskutiert.

Mit dabei sind: Esperanza Martínez, Alberto Acosta, Felix Santi, Prof. Ulrich Brand, Ruth Buendía, Cletus Gregor Barié, Teresita Antazu und Prof. Stephan Lessenich.

Anmeldung war erfolderlich unter:  / Programm unten dokumentiert

https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Gesundheit-und-Umwelt/Klimaschutz_und_Energie/Klimaschutz_national/Klimapartnerschaft/Buen_Vivir.html


Alternative Montag abend / wo allerdings der Elfentanz öffentlich ist:

im ÖBZ: Englschalkinger Str. 166, Tram 16 bis Cosimabad

26.6.17 Gemeinwohl-Ökonomie trifft Netzwerk Gemeinsinn

Die Gemeinwohl-Ökonomie sammelt die Banken, Betriebe und Wirtschaftenden, die sich (immer) schon dem Gemeinwohl verpflichtet haben, und begleitet interessierte Firmen dazu, eine Gemeinwohl-Bilanz zu erstellen. Für den eigenen Bedarf werden wir auch Modelle einer Familien- oder Haushalts-Bilanz durchspielen.

Ein Blick auf’s wirtschaften

Die Gemeinwohl-Ökonomie unterscheidet zwischen Geld als Mittel und Geld als Zweck. War es Aristoteles?

  • Oikonomia — Geld als Mittel – wirtschaften nach Haus-Regeln
  • Chremistik — Geld als Zweck – unnatürliches Geld anhäufen und raffen – für’s Krematorium?

www.gwoe-bayern.org ist das Energiefeld in Bayern mit verschiedenen Fokus-Gruppen wie Bildung, in Österreich entsteht auch grade eine neue Bank dazu, in München macht die SPARDA bereits eine Gemeinwohl-Bilanz, zahlreiche Gruppen arbeiten in München und im ganzen Land schon zum Thema, etliche Unternehmen im Mangfalltal arbeiten dabei auch schon zusammen, und wahrscheinlich fällt auch dir eine Unternehmung dazu sein, die dabei sein sollte … Bildungsgruppe am 13. März und 25. April im Impact hub

Mitbringbuffet ab 18 Uhr kleines Mitbring-Buffett, Teilnahme kostenlos, Spenden (auch fürs Mitbringbuffet) willkommen, Vorgespräche,
ca 19h Vorstellungsrunde Personen und Interessen, dann gegenseitige Vorstellung der Projekte von Geschichte, Inhalten, Entwicklungen …
Nachfragen und Diskussionen, mögliche Zusammenarbeiten … bis 21.45, ob dann noch ein Bier / Wein gefunden wird, liegt an den Teilnehmenden.

Ein Hintergrund ist auf dem www.eineweltnetz.org/ skizziert: eineweltnetz.org/gemeinwohl-oekonomie-kapitalismus-beenden

www.netzwerk-gemeinsinn.org


Andere Alternative, wenn dir nach Diskussion ist:

Attac-Palaver:
Eine andere politische Sprache ist möglich. Zur Geschichte und Gegenwart des TINA-Prinzips  – 
(Eine Veranstaltung, die man ruhig auch weiterempfehlen kann…)

– Montag, 26. Juni 2017 um 19:30 Uhr im EineWeltHaus (Saal im Obergeschoss), Schwanthalerstr. 80, München,  mit Öffentl. Verkehrsmitteln: U4/U5 Theresienwiese (Ausgang Paulskirche)

Warum versuchen Politiker_innen mit dem sogenannten TINA-Slogan („There is no alternative“) Entscheidungen zu rechtfertigen? Diese Rhetorik der Alternativlosigkeit ist als eine Regierungstechnik zu verstehen. Bei Margaret Thatcher, in der sozialdemokratischen Politik des Dritten Weges unter Tony Blair und Gerhard Schröder sowie im Krisenmanagement der Eurozone hatte dieser Slogan eine zentrale Bedeutung. Er ist aber kein Symptom postdemokratischer Zustände, sondern spiegelt Verständnisse politischer Steuerung, politische Kulturen und institutionelle Bedingungen wider. Das TINA-Prinzip bringt schließlich die Herausforderungen und Probleme demokratischen Regierens auf den Punkt und macht deutlich, dass es in einer lebendigen Demokratie einer anderen politischen Sprache bedarf.

Referentin:
Astrid Séville, forscht und lehrt am Geschwister-Scholl-Institut für Politikwissenschaft der LMU München.
Website: http://www.gsi.uni-muenchen.de/personen/wiss_mitarbeiter/seville/index.html

Weitere Info: Die Palaverankündigung im Internet: http://t1p.de/attacm-palaver06-2017 undhttps://www.einewelthaus.de/events/attac-palaver-eine-andere-politische-sprache-ist-moeglich-zur-geschichte-und-gegenwart-des-tina-prinzips Eintritt frei, Spende willkommen.

Das Attac-Palaver richtet sich an alle an dem jeweiligen Thema interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürger. Das Palaver findet monatlich statt, meist am letzten Montag des Monats. Es bietet Informationen, Überlegungen und Gelegenheit zur Diskussion. Es dient der eigenen Meinungsbildung zu dem, was geschieht. www.attac-muenchen.org


Internationale Buen Vivir Konferenz am 26. & 27. Juni 2017, Alte Kongresshalle in München

Montag, 26. Juni 2017

Ab 11:00 Uhr Registrierung inkl. Anmeldung für die Workshops, Imbissmöglichkeit
13:00 Uhr Eröffnung mit Grußwort der Landeshauptstadt München – Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt
13:15 Uhr Einspieler „Yasuni“ aus dem Film „Stimmen Amazoniens“
13:25 Uhr Eröffnungsvortrag von Esperanza Martinez (Acción Ecológica, Oliwatch) Buen Vivir und das Recht der Natur
13:50 Uhr Einspieler „Sumak Kawsay“ aus dem Film „Stimmen Amazoniens“
14:00 Uhr Vortrag von Felix Santi (Präsident der Kichwa in Sarayaku, Ecuador) Sumak Kawsay oder das Buen Vivir aus der Perspektive der Indigenen Ecuadors
14:30 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Ulrich Brand (Institut für Politikwissenschaft Univ. Wien): Die Überwindung der konventionellen Lebensweise als Bedingung für Buen Vivir
15:00 Uhr Vortrag von Prof. Dr. Stephan Lessenich (Institut für Soziologie LMU München) Mal Vivir oder vom Leben auf Kosten anderer
15:30 Uhr Tee- / Kaffeepause

16:00 Uhr Podiums-Diskussion mit Publikumsfragen: Esperanza Martínez (Acción Ecológica, Oliwatch) Felix Santi (Präsident der Kichwa in Sarayaku, Ecuador) Prof. Dr. Ulrich Brand (Institut für Politikwissenschaft Univ. Wien) Prof. Dr. Stephan Lessenich (Institut für Soziologie LMU München)
17:00 Uhr WORKSHOPRUNDE:
1.) Prof. Ulrich Brand : De-Growth und Postwachstum
2.) Cletus Gregor Barié: Enttäuschende Bilanz? Buen Vivir als öffentliche Politik in Bolivien und Ecuador
3.) Teresita Antazu: Die Rolle der indigenen Frauen in Amazonien bei den Bemühungen um ein gutes Leben (spanisch mit Übersetzung)
4.) Dr. Rosario Costa-Schott: Asiatisches Bruttosozialglück versus lateinamerikanisches Buen Vivir- Erste Diskussionsergebnisse aus dem Seminar „Buen Vivir – Konzepte zum guten Leben für globale Gerechtigkeit
5.) Steffi Kreuzinger: Buen Vivir – Ideen für ein gutes (Zusammen)leben – hier und anderswo. Bausteine für die Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien (auch am Dienstag)
6.) Lena Schützle: Was brauchen wir als Gesellschaft, um alternative Konzepte des guten Lebens zu leben?
18:30 Uhr Blitzlichtrunde zu den Workshops im Saal
19:00 Uhr Brotzeitpause/ Abendessen

20:00 Uhr Abendprogramm „Der Tanz der guten Feen“: Zum guten Leben gehört in aller Welt das Tanzen. Also, worauf warten wir?
Mit Funk-Kopfhörern ausgestattet ziehen wir als große Tanzparade von der Kongresshalle bis in die Innenstadt. Das DJ-Team auf der Lastenrikscha zaubert uns Musik in die Ohren, zwischendurch gibt’s kleine Hörbeiträge zu guten Ideen für ein gutes Leben.
Diese Abendveranstaltung ist offen für alle – während der Parade können alle Menschen spontan mittanzen – schließlich wollen wir das gute Leben nicht nur diskutieren, sondern mit möglichst vielen Menschen teilen!

Dienstag, 27. Juni 2017

9:30 Uhr La Buena Vida (vielfach ausgezeichneter Dokumentarfilm, spanisch mit deutschen Untertiteln, www.dasguteleben-film.de)

Tamaquito, so heißt ein Dorf der indigenen Wayuus im Norden Kolumbiens. Die Steinkohle-Mine „El Cerrejon“ mit einer Fläche von 700 km 2 rückt Tag für Tag näher an das Dorf heran. Jairo Fuentes, der junge Dorfchef, will eine gewaltsame Vertreibung verhindern und stimmt Umsiedlungs-Verhandlungen mit den Minenbetreibern zu, die ein „besseres“ Leben in modernen Häusern mit Wasser- und Stromversorgung versprechen. «La buena vida – Das gute Leben» erzählt die Geschichte der kolumbianischen Dorfgemeinschaft Tamaquito vor dem Hintergrund des weltweit steigenden Energiekonsums, den das Streben nach Wachstum und Wohlstand verursacht und wirft ein Licht auf unterschiedliche Vorstellungen eines guten Lebens.
11:00 Uhr Diskussion und Fragen an den La Buena Vida – Regisseur Jens Schanze
11: 30 Uhr Vortrag von Ruth Buendía Mestoquiari (Präsidentin der indigenen Organisation CARE): Kametsa Asaike, das Buen Vivir – Konzept der Asháninka im Amazonasregenwald Perus
12:00 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Vortrag von Alberto Acosta Espinosa (Politiker, Professor, Ökonom und Autor): Buen Vivir und die Übertragbarkeit in andere Realitäten
13:30 Uhr Vortrag von Cletus Gregor Barié (Dokotorand zu Buen Vivir am Centre for Latin American Research and Documentation, Amsterdam): Buen Vivir als Grundrecht: Wunsch und Wirklichkeit in Bolivien und Ecuador

14:00 Uhr WORKSHOPRUNDE:
1.) Alberto Acosta: Buen Vivir
2.) Michael Hochgeschwender und Gerson Brea: Das Gute Leben in der Befreiungstheologie
3.) Ruth Buendia: Kametsa Asaike, das Buen Vivir – Konzept der Asháninka im Amazonasregenwald Perus (spanisch mit Übersetzung)
4.) Heinz Schulze: Buen Vivir – schön wär`s… wenn alles schön wäre
5.) Steffi Kreuzinger: Buen Vivir – Ideen für ein gutes (Zusammen)leben – hier und anderswo. Bausteine für die Bildungsarbeit mit Kindern, Jugendlichen und ihren Familien (auch am Montag)
6.) Lena Schützle und Lukas Recknagel: Futuring: Gutes Leben für alle – was bedeutet das und wie kommen wir dahin?
7.) Stefan Golla: Energiewende in Ecuador als Chance für das Buen Vivir
15:30 Uhr Tee-/Kaffeepause

16:00 Uhr Blitzlichtrunde zu den Workshops
16:30 Uhr Große Abschlussdiskussion mit
Thomas Brose (Klima-Bündnis der europäischen Städte mit den indigenen Völkern der Regenwälder e.V.)
Ruth Buendía Mestoquiari (Präsidentin der indigenen Organisation CARE)
Cletus Greor Barié (Dokotorand zu Buen Vivir am Centre for Latin American Research and Documentation, Amsterdam)
Alberto Acosta Espinosa (Politiker, Professor, Ökonom und Autor)
18:00 Uhr Verabschiedung und Ende der Konferenz
Konferenzsprachen. Deutsch und Spanisch, Stand: 26.05.2017

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